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MacOS
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Das Betriebssystem macOS, frĂŒher Mac OS X und OS X, ist das Betriebssystem des kalifornischen Hard- und Software-Unternehmens Apple fĂŒr Laptop- und Desktop-Computer der Mac-Reihe. Es bietet eine objektorientierte Desktop-Umgebung sowie Unix-typische, UNIX-03-zertifizierte Schnittstellen und ist das kommerziell erfolgreichste auf Unix basierende Betriebssystem fĂŒr Personal Computer. Mit ihm ersetzte Apple sein klassisches Mac-Betriebssystem Mac OS. AuĂerdem wurde es zum Fundament weiterer Apple-Entwicklungen wie iPod, iPhone und iPad. DafĂŒr bildet Darwin mit seinem Hybridkernel XNU die gemeinsame Basis.
Anfangs wurde eine separate Server-Variante des Betriebssystems angeboten, die auf Xserve- und Mac-Server-Modellen vorinstalliert war. SpÀter wurde diese eingestellt und stattdessen ein Programmpaket mit Server- und Verwaltungssoftware angeboten.
Die aktuelle Version ist macOS Tahoe 26.2cite-ref-84e788dfe184c41f-1-1[1]cite-ref-fec5b3dd4f5e302b-2-1[2] vom 12. Dezember 2025.
Contents
âą Allgemeines
âą Geschichte
âą Architektur
âą Darwin
âą Programmierung
⹠KompatibilitÀt
âą Dateisysteme
âą Netzwerk
âą Sicherheit
âą Nutzerrechte
âą Firewall
âą App Sandbox
âą Gatekeeper
âą Schadsoftware
âą Hauptversionen
âą Aktualisierungen
âą Sprache
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Allgemeines
Im Detail ist macOS ein proprietĂ€res Betriebssystem, das auf dem Unix-Basisbetriebssystem Darwin aufsetzt, dessen Quelltext unter der freien Apple Public Source License veröffentlicht wird. Die Entwicklung von macOS und Darwin geht auf NeXTStep zurĂŒck, das ein Derivat der Berkeley Software Distribution darstellt. Das heutige Darwin ist im Wesentlichen ein Derivat von FreeBSD, ergĂ€nzt um OpenBSD-, NetBSD- und eigene Entwicklungen. Ab Version 10.5 bzw. Leopard ist macOS (aber nicht Darwin selbst) als UNIX 03 zertifiziert.cite-ref-3[3] Trotz elementarer technischer Unterschiede zum nicht-unixĂ€hnlichen klassischen Mac OS gilt macOS historisch als jĂŒngstes Mitglied der Mac-Betriebssystemfamilie, die ab 1984 fĂŒr die hauseigenen Mac-Computer eingefĂŒhrt wurde.
Das macOS-Derivat iOS lĂ€uft auf dem iPhone und dem iPod touch. FĂŒr das iPad wurde mit iPadOS ein iOS-Derivat entwickelt, das die Zusammenarbeit mit macOS verbessert. Die Software des Apple TV begann als macOS-Derivat und ist inzwischen tvOS, ein iOS-Derivat. Auch watchOS fĂŒr die Apple Watch ist ein iOS-Derivat. Sie alle setzen ebenfalls auf Darwin auf. Ebenso die Software des HomePod, der mittels Sprache bedient wird.
Geschichte
Infolge interner Auseinandersetzungen mit dem damaligen Management war Steve Jobs 1985 gezwungen, das von ihm mitbegrĂŒndete Unternehmen Apple zu verlassen. Er grĂŒndete daraufhin den Computer- und Softwarehersteller NeXT Inc. mit dem Ziel, neuartige Workstations fĂŒr den Einsatz im Bereich der Wirtschaft und Wissenschaft zu entwickeln und zu produzieren. Das Ergebnis der BemĂŒhungen waren auf der Hardwareseite der NeXTcube (dem spĂ€ter die NeXTstation folgen sollte) sowie das Betriebssystem NeXTStep. Doch wĂ€hrend das NeXT-Betriebssystem von Fachleuten hoch gepriesen wurde, blieben die VerkĂ€ufe der NeXT-Computer hinter den Erwartungen zurĂŒck: Dem Unternehmen blieb deshalb nichts anderes ĂŒbrig, als die Hardwareproduktion bis 1993 vollstĂ€ndig einzustellen und das Betriebssystem auch fĂŒr andere Computerarchitekturen zu öffnen. Gemeinsam mit Sun wurde dabei ab 1995 die objektorientierte NeXTstep-Programmierschnittstelle als plattformĂŒbergreifendes Framework zu OpenStep weiterentwickelt. Dementsprechend wurde das damit neu implementierte Betriebssystem ab Version 4 als OPENSTEP bezeichnet. An der Entwicklung von NeXTStep war Avie Tevanian maĂgeblich beteiligt.
DemgegenĂŒber verkaufte sich bei Apple die Hardware zunĂ€chst noch relativ gut, doch das ursprĂŒngliche Macintosh-Betriebssystem galt bereits als technisch veraltet und nicht mehr zukunftsfĂ€hig. Apple unternahm daher selbst einige Anstrengungen und Versuche, ein neues Betriebssystem zu entwickeln, das zum ursprĂŒnglichen Macintosh-Betriebssystem weitestgehend kompatibel sein sollte. Da jedoch auch Ende 1996 noch kein moderner Nachfolger in Sicht war und gleichzeitig die HardwareverkĂ€ufe immer weiter zurĂŒckgingen, war man bei Apple schlieĂlich bestrebt, ein bestehendes Betriebssystem zu ĂŒbernehmen. Letztlich kaufte Apple Ende 1996 das Unternehmen NeXT samt Betriebssystem OPENSTEP auf und dessen Mitarbeiter wurden ins eigene Unternehmen integriert. Ab Mitte 1997 war Steve Jobs wieder CEO des Unternehmens Apple.
Gleich nach der Ăbernahme wurde OPENSTEP im Projekt Rhapsody modernisiert und auf die von Apple damals in den Macintosh-Computern genutzte PowerPC-Architektur portiert. ZunĂ€chst sollte Rhapsody das ursprĂŒngliche Macintosh-Betriebssystem gĂ€nzlich ersetzen, wofĂŒr Softwareanbieter ihre Anwendungen hĂ€tten komplett neu schreiben mĂŒssen â was diese ablehnten. Apple reagierte, indem Rhapsody zu âMac OS Xâ weiterentwickelt wurde. Entwicklern wurde der Umstieg vom originĂ€ren Macintosh-Baukasten zum neuen Mac OS X durch die EinfĂŒhrung von Carbon erleichtert, und fĂŒr Anwender blieb mit der Classic-Umgebung die volle KompatibilitĂ€t zum bisherigen Betriebssystem gewahrt.
Bei der AnkĂŒndigung von âMac OS Xâ im Jahr 1998 sollte das X einerseits als römische Zehn die Nachfolge auf das klassische Mac OS aufzeigen, dessen letzte Hauptversion die Nummer 9 hatte. Andererseits sollte es die unixoide Abstammung der neuen Betriebssystemgeneration hervorheben, die im Englischen nicht willkĂŒrlich mit ânext generationâ beworben wurde.
Das selbst offiziell oft âOS Xâ genannte Betriebssystem wurde ab 2011 bereits ohne âMacâ im Namen vermarktet und mit âOS X Mountain Lionâ ab 2012 auch offiziell so genannt. Mit Version 10.12 bzw. Sierra, das am 13. Juni 2016 wĂ€hrend der Keynote der WWDC angekĂŒndigt wurde, wurde das Betriebssystem abermals umbenannt: âmacOSâ, allerdings nicht in der ursprĂŒnglichen Schreibweise âMac OSâ â wenn auch gleich ausgesprochen, war laut Apple eine Angleichung der Namensgebung an die anderen Apple-Plattformen iOS, tvOS und watchOS,cite-ref-reszel2016-4-0[4] die ihrerseits von Mac OS X abstammen.
Bei Apple erhielten die einzelnen Hauptversionen anfangs interne Codenamen. Die erste Public Beta wurde nach dem KodiakbĂ€ren benannt. Der Gepard war Namenspatron der ersten Hauptversion, Mac OS X 10.0, und auch die zweite Hauptversion wurde nach einer groĂen Kleinkatze benannt, dem Puma. Version 10.2 erhielt den Codenamen nach dem Jaguar und war die erste Hauptversion, die nach einer GroĂkatze benannt worden war. Mit der nĂ€chsten Version, Mac OS X Panther, (mehrere Katzenarten und eine Gattung werden als Panther bezeichnet) wurde aus dem internen Codenamen ein Teil des Produktnamens. Alle darauf folgenden Hauptversionen bis Version 10.8 wurden nach (umgangssprachlichen) Bezeichnungen fĂŒr GroĂkatzen benannt, allerdings war die Anzahl der tatsĂ€chlichen GroĂkatzen-Arten damit bereits ĂŒberschritten. Mit der zehnten veröffentlichten Hauptversion, OS X Mavericks, wurde ein neues Schema eingefĂŒhrt: Sie werden gegenwĂ€rtig nach natĂŒrlichen Wahrzeichen und Orten Kaliforniens benannt.cite-ref-heiseonline-4059495-5-0[5] Nach dem Mavericks-Surfspot war dies der Yosemite-Nationalpark sowie El Capitan, ein markanter Felsvorsprung darin. Es folgten die Sierra Nevada und die Mojave-WĂŒste, die teilweise in Kalifornien liegt, die Insel St. Catalina, der KĂŒstenstreifen Big Sur, die Monterey-Bucht nördlich von Big Sur, die Stadt Ventura sowie die Stadt Sonoma im Sonoma County. Die aktuelle Version ist nach dem Lake Tahoe auf der Grenze der Bundesstaaten Kalifornien und Nevada benannt.
Architektur
Die Architektur ist in vier grundlegende Ebenen unterteilt:
Benutzungsebene
Anwendungsprogrammierebene
Bereitstellungsebene
Core Foundation, Core Services, Grafik-Subsysteme (Quartz mit Quartz Compositor, Metal bzw. OpenGL), Audio/Video (QuickTime), PrintCore etc.
Basisebene/Fundament
Darwin
â
Hauptartikel
:
Darwin (Betriebssystem)
Darwin ist als Basisbetriebssystem der elementare Unterbau, auf dem macOS und sÀmtliche Apple-Betriebssysteme aufbauen.
Entwickelt wird Darwin primĂ€r auf Grundlage des Unix-Ă€hnlichen FLOSS-Betriebssystems FreeBSD. Es ist daher quelloffen als freie Software veröffentlicht. HierfĂŒr formulierte Apple eine eigene Lizenz fĂŒr freie Software, die Apple Public Source License, welche erst mit Version 2.0 als eine Lizenz fĂŒr freie Software durch die Free Software Foundation anerkannt wurde.
Durch die BSD-Abstammung ist Darwin ein symmetrisches Multiprozessorsystem mit prÀemptivem Multitasking, erweitertem Arbeitsspeicher-Management und -Schutz. Es bietet MehrbenutzerfÀhigkeit und weitere BSD-typische Möglichkeiten.
Der XNU (X is Not Unix)cite-ref-6[6] getaufte Kernel wurde gegenĂŒber OPENSTEP vollkommen ĂŒberarbeitet. WĂ€hrend OPENSTEP noch einen Mach 2.5 verwendete, setzt Darwins Kernel auf dem seinerzeit ĂŒberarbeiteten OSF Mach Kernel 3.0 auf (kurz OSFMK). Bereits im Betriebssystemprojekt Rhapsody wurde der OSFMK mit Teilen des monolithischen FreeBSD-Kernels ergĂ€nzt und so als Hybridkernel realisiert. Auch Erfahrungen aus MkLinux flossen bei der Modernisierung mit ein.
Nicht Bestandteil von Darwin ist das mit macOS ausgelieferte sogenannte Userland. Das meint den Bestand an Software-Utensilien und -Betriebsmitteln fĂŒr die Befehlszeile, die gröĂtenteils von FreeBSD, OpenBSD und NetBSD stammen. Ăber das mit macOS mitgelieferte Programm Terminal oder andere Terminalemulationen und eine Shell können sie genutzt werden. Mehrere Shells sind bei macOS vorinstalliert: Bash, die Z-Shell, die TENEX-C-Shell, die in Ă€lteren Versionen als Panther voreingestellt war, sowie die KornShell. Von Panther, Version 10.3, bis einschlieĂlich Mojave, Version 10.14, war Bash voreingestellt. Seit Catalina, als Version 10.15 die letzte 10er-Version, ist die Z-Shell (fĂŒr neue Benutzer) voreingestellt und zusĂ€tzlich die POSIX-konforme Debian Almquist Shell vorinstalliert. Der Aufruf von /bin/sh startet jedoch weiterhin Bash im POSIX-Modus und nicht die Z-Shell. Dies gilt sowohl fĂŒr POSIX-Shellskripte als auch fĂŒr das Systemadministrator-Konto root. Auch beim Wiederherstellungssystem von macOS kommt weiterhin Bash (im normalen Modus) zum Einsatz.
Aqua, Cocoa, Quartz (Extreme)
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Hauptartikel
:
Aqua (macOS)
und
Cocoa (API)
Die auf OpenStep aufbauende vollstĂ€ndig objektorientierte Programmierschnittstelle wurde zu Cocoa weiterentwickelt. Mit Aqua wurde eine völlig neue grafische BenutzeroberflĂ€che entworfen, deren Design-Konzept, wie auch die Programmierschnittstelle Cocoa und Quartz mit Display-PDF sowie das Dock, in groĂem MaĂe auf das von NeXT entwickelte NeXTStep zurĂŒckgeht.
Aus dem klassischen Mac OS wurden vor allem die globale MenĂŒleiste, der Finder und QuickTime sowie einige weitere Bibliotheken ĂŒbernommen. Der originĂ€re Macintosh-Baukasten (Toolkit) konnte nicht vollstĂ€ndig in Mac OS X integriert werden, da die Funktionen nicht mit den modernen Betriebssystemfunktionen wie Speicherschutz und Multitasking kompatibel waren. Stattdessen wurden mit Carbon 6.000 der rund 8.000 Funktionen des Macintosh-Baukastens und somit ein GroĂteil in Mac OS X integriert, was die Portierung existierender Anwendungen erleichterte.
Die auffĂ€lligste Ănderung bei macOS gegenĂŒber seinen VorgĂ€ngern, dem klassischen Mac OS bis Version 9 und Rhapsody, das noch die OberflĂ€che von Mac OS 8 hatte, ist die neue OberflĂ€che Aqua (lat. fĂŒr Wasser). Sie soll durch Lichteffekte wie Reflexionen und Schlagschatten auf diversen OberflĂ€chenelementen wie SchaltflĂ€chen oder eingeblendeten MenĂŒs an Wassertropfen erinnern. Ebenfalls markant ist die Nadelstreifen-Optik der FensterhintergrĂŒnde und der Fotorealismus (bis Yosemite) der Icons.
Als ein weiteres Erscheinungsbild fĂŒr Fenster gab es bis Version 10.4 von 2005, Mac OS X Tiger, Brushed Metal, gebĂŒrstetes Metall. In den Apple Human Interface Guidelines empfiehlt Apple die Verwendung dieses Designs fĂŒr Programme, die einen Teil der Hardware oder ein bestimmtes GerĂ€t darstellen (z. B. eine Digitalkamera oder einen DVD-Spieler). Mit den nĂ€chsten Version, Leopard, veröffentlicht 2007, wurden die unterschiedlichen Erscheinungsbilder optisch vereinheitlicht.
Ganz neue Elemente in Aqua gegenĂŒber Ă€lteren OberflĂ€chen sind sogenannte Sheets (dt. âTafelnâ, âPlattenâ) und Drawers (dt. âSchubladenâ). Sheets sollen einem Benutzer deutlich machen, zu welchem Dokument eine sich öffnende Dialogbox gehört: eine Art Dialogfenster, das direkt an die Titelzeile des betroffenen Dokuments angehĂ€ngt wird und das somit zu seinem untrennbaren Bestandteil wird. Drawers sind Schubladen, die durch einen Klick auf die entsprechende SchaltflĂ€che links oder rechts des Hauptfensters ausgefahren werden und Elemente enthalten, die nicht dauerhaft zur Programmbedienung benötigt werden. In der ersten Version von Apples E-Mail-Programm Mail befand sich beispielsweise die Ordnerstruktur in einem Drawer, wurde jedoch in Version 2 Teil des Hauptfensters.
Eine weitere Besonderheit von Aqua ist die Art der Darstellung der Bildschirminhalte. Hierbei verwendet Apple eine eigene Technik namens Quartz. Diese Darstellung zweidimensionaler Elemente basiert auf dem Portable Document Format (PDF). Die Weiterentwicklung dieser Technik namens Quartz Extreme beschleunigt die Darstellung, da sich jedes Fenster in einem 3D-Raum befindet (der dem Benutzer aber zweidimensional erscheint) und Fensterinhalt und -gestalt als Textur betrachtet werden und so nicht mehr nur vom Haupt-, sondern vom Grafikprozessor berechnet werden. Fenster können dadurch ohne hohe Prozessorlast in Echtzeit skaliert und transformiert werden.
Programmierung
Die native Programmier- und Anwendungsschnittstelle fĂŒr Aqua-Programme ist Cocoa, welches eine Weiterentwicklung von OpenStep ist. Cocoa-Programme werden vorwiegend in den Sprachen Objective-C und Swift geschrieben. WĂ€hrend die Entwicklung von Objective-C zeitlich ĂŒber die von NeXTStep hinausreicht, ist Swift eine Apple-eigene Neuentwicklung, die 2014 vorgestellt wurde. Sie soll die Vorteile moderner Sprachen vereinen, aber Objective-C nicht ablösen.
Verschiedene BrĂŒckenschnittstellen, sogenannte Cocoa Bridges (siehe auch BrĂŒcke), ermöglichen es zudem, Cocoa mit Ruby, Python und Java zu nutzen. Seit Tiger, Version 10.4 von 2005, wird die Java-Bridge nicht mehr aktualisiert.cite-ref-7[7] Mit AppleScript Studio besteht darĂŒber hinaus die Möglichkeit, Programme in AppleScript zu schreiben und mit Objective-C oder anderen Sprachen zu erweitern.
FĂŒr die klassische und die ĂŒbliche Hochsprachenprogrammierung stellt macOS auĂer Cocoa und der Carbon-Bibliothek eine vollstĂ€ndige Java-5.0-Umgebung, eine POSIX- und SUS-konforme BSD-Umgebung sowie mit XQuartz eine X11-Umgebung zur VerfĂŒgung. Daneben werden die verbreiteten Unix-Programmiersprachen (z. B. Perl, PHP, Python, Ruby, Tcl und C) zur VerfĂŒgung gestellt. Bei Belieben kann auf einen GroĂteil des FreeBSD-Userlands zugegriffen werden; siehe #Programme anderer Betriebssysteme in macOS.
KompatibilitÀt
AbwÀrtskompatibilitÀt
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Hauptartikel
:
Universal Binary
KompatibilitĂ€tsprobleme innerhalb von Mac OS X gab es vor allem durch den im Januar 2006 vorgenommenen Wechsel der zugrundeliegenden Prozessorarchitektur von PowerPC (CPUs von IBM und Motorola, 32- und 64-Bit) auf IA-32 (CPUs von Intel, sog. Intel-Macs), kurz nach EinfĂŒhrung auch und letztlich ausschlieĂlich als 64-Bit-Architektur x64 (Intel 64) erhĂ€ltlich. FĂŒr Programme, die fĂŒr Mac OS X geschrieben wurden und einen PowerPC-Prozessor voraussetzen, gibt es bis Snow Leopard, Version 10.6, auf Intel-Macs die Rosetta-Emulation. In Version 10.7 von 2011, das als OS X Lion vorgestellt wurde, ist diese nicht mehr Bestandteil des Betriebssystems.
Universal-Applikationen enthalten Maschinencode fĂŒr beide Architekturen und sind somit nativ auf PowerPC- und Intel-CPUs ausfĂŒhrbar. U. a. Xcode unterstĂŒtzte diese Technik, sie ist jedoch spĂ€testens fĂŒr Programme, die Lion, also Version 10.7 oder neuer, voraussetzen, nicht mehr von Belang.
Ende 2020, mit der Veröffentlichung von Big Sur als Version 11 von macOS, wurde erneut ein Wechsel der Prozessorarchitektur eingeleitet, diesmal auf von Apple selbst entwickelte ARM-SoCs â âApple Siliconâ. Dieser Wechsel, der auf der WWDC am 22. Juni 2020 bekanntgegeben worden war, zog sich bis Juni 2023 â in der Ăbergangsphase gab es weiterhin Intel-Macs. FĂŒr Apple Silicon wurde Rosetta 2 und Universal Binary 2 eingefĂŒhrt. ZusĂ€tzlich wurde die Virtualisierungstechnologie ARM-basierter Macs, zusammen mit den zugehörigen Schnittstellen in macOS, erneuert. Apple-SoC-Macs bleiben so mit Ă€lterer Software, die nicht erneut kompiliert wurde, kompatibel. Eine UnterstĂŒtzung fĂŒr iOS-Apps, die ohnehin bereits nativ auf der Arm-Architektur beheimatet sind, wurde in diesem Zuge ebenfalls in Big Sur integriert.cite-ref-heiseonline-4791993-8-0[8]cite-ref-heiseonline-4791544-9-0[9]
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Hauptartikel
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Carbon (Apple)
Ein mit dem Macintosh-Baukasten fĂŒr das klassische System 7 (oder Ă€lter) geschriebenes Programm war mit dem neueren Mac OS X nicht kompatibel. Apple veröffentlichte daher die Programmbibliothek Carbon fĂŒr das klassische Mac OS ab Version 8 und das neue Mac OS X. Carbon basiert auf einer Teilmenge der originalen Macintosh Toolbox. Entwickler mussten ihre Programme nicht nach Cocoa portieren, sondern konnten vom originalen Macintosh-Baukasten auf Carbon portieren. Derart âcarbonisierte Programmeâ (englisch carbonized applications) waren auf beiden PowerPC-Betriebssystemen nativ lauffĂ€hig. Carbon existierte nur als 32-Bit-Version, seine Weiterentwicklung wurde 2007 eingestellt, war jedoch bis macOS Mojave, Version 10.14 von 2018, Bestandteil des Betriebssystems. 2019 wurde Carbon mit Catalina bzw. Version 10.15, das ein reines 64-Bit-Betriebssystem ist, entfernt.
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Hauptartikel
:
Classic-Umgebung
Um nichtangepasste Programme (auch solche, die noch fĂŒr den 68k-Prozessor geschrieben wurden) unter Mac OS X benutzen zu können, gab es bis Version 10.4, Tiger,cite-ref-10[10] die Classic-Umgebung. Diese war ein als Laufzeitumgebung geladenes Mac OS 9 innerhalb von Mac OS X, in dem solche Programme transparent in Mac OS X integriert weiterhin benutzt werden können. Technisch gesehen ist die Classic-Umgebung somit eine Virtuelle Maschine fĂŒr die PowerPC-Architektur (G3, G4 und G5), auf den 2006 eingefĂŒhrten Intel-Macs lĂ€uft die Umgebung nicht mehr. Der GroĂteil der Ă€lteren Software fĂŒr Mac OS, auch solche fĂŒr sehr alte Macs (68k-CPUs), konnte auf diese Weise verwendet werden. Die Classic-Umgebung (englisch Classic Environment) ist eine Weiterentwicklung der Blue Box von Rhapsody.
KompatibilitÀt innerhalb von macOS
Seit Version 10.8, Mountain Lion, (2012) lĂ€uft macOS ausschlieĂlich auf der x64-Plattform (Intel 64, 64-Bit-Architektur). Zwar können 32-Bit-Programme weiterhin ausgefĂŒhrt werden, GerĂ€tetreiber hingegen mĂŒssen bei einem 64-Bit-Kernel ebenfalls als 64-Bit-Kernelerweiterung vorliegen. Bei Catalina, Version 10.15 von 2019, ist die 32-Bit-UnterstĂŒtzung stillgelegt, lĂ€sst sich ĂŒber ein Boot-Argument aber reaktivieren. Seit Version 11 bzw. Big Sur 11, veröffentlicht 2020, werden nur noch 64-Bit-Programme unterstĂŒtzt. Ăltere 32-Bit-Programme und solche, die noch die Carbon-Bibliothek verwenden, sind somit nicht mehr lauffĂ€hig.
Aufgrund mangelnder Dokumentation von Neuerungen in macOS seitens Apple stellte Coriolis Systems die Systemprogramme iPartition und iDefrag nach der Umstellung auf APFS, die mit macOS High Sierra begann, ein, da diese nur mit dem bis dahin verwendeten Dateisystem HFS+ kompatibel sind.cite-ref-11[11] Erst als Apple mit einer VerspĂ€tung von beinahe zwei Jahren doch die erforderliche Dokumentation bereitstellte, konnte ein anderes beliebtes Programm zur Datenrettung, DiskWarrior von Alsoft, fĂŒr APFS angepasst werden.cite-ref-12[12]
Ab macOS Catalina wurden die bisher dafĂŒr auch von Drittanbietern verwendeten Kernel Extensions schrittweise durch System Extensions ersetzt.cite-ref-13[13] Dies machte neuere Versionen systemnaher Apps erforderlich, wie beispielsweise Little Snitch.cite-ref-14[14] Mit macOS Big Sur sind Programme, die Kernel Extensions erfordern, nicht mehr kompatibel.
Generell sind durch die AbkĂŒndigung von Kernel Extensions Programme, die sich tief in das Betriebssystem integrieren, teilweise in ihrer Funktion eingeschrĂ€nkt. Da System Extensions im Benutzermodus laufen, sind Apps auf die korrekte Funktion im Betriebssystem angewiesen, was allein von Apple abhĂ€ngt. So lieĂen die Entwickler der Personal Firewall Little Snitch etwa bereits bei der Veröffentlichung von macOS Big Sur wissen, dass die Netzwerkverbindungen einzelner Programme von Apple fĂŒr die Firewall unsichtbar seien.cite-ref-15[15] Mit dem Update auf Version 15.3 von macOS Sequoia kam es 2025 erneut zu Ă€hnlichen Problemen fĂŒr alle Firewalls von Drittanbietern, die auf die System Extensions angewiesen sind.cite-ref-16[16]
KompatibilitÀt mit Àlterer Hardware
Die Systemvoraussetzungen neuerer macOS-Versionen schlieĂen oft Ă€ltere Mac-Modelle aus. Ăltere Versionen des Betriebssystems erhalten meist noch ĂŒber die Dauer der zwei nĂ€chsten Versionen Sicherheitsaktualisierungen (siehe Abschnitt Aktualisierungen), sodass auch Ă€ltere Macs zunĂ€chst mit einer Ă€lteren Version von macOS sicher weiterverwendet werden können. Das Gros der Mac-Anwendungen funktioniert meist auf diesen von Apple regelmĂ€Ăig aktualisierten macOS-Versionen, sodass es fĂŒr den Anwender keine wesentliche EinschrĂ€nkung bedeutet, nicht die aktuelle Version zu verwenden.
Da Apple regelmĂ€Ăig neue Versionen von macOS veröffentlicht, landen schlieĂlich irgendwann alle Ă€lteren, oftmals noch gut funktionierenden Macs in einer Art geplanter Obsoleszenz. FĂŒr solche Modelle gibt es jedoch teils die Möglichkeit, z. B. per OpenCore Legacy Patcher dennoch eine aktuellere, noch unterstĂŒtzte Version von macOS auch auf eigentlich nicht mehr offiziell unterstĂŒtzter Hardware zu nutzen.cite-ref-17[17]
Auf alten Versionen von macOS (bzw. OS X oder Mac OS X) sind die digitalen Zertifikate oft abgelaufen. Damit ist es nicht mehr möglich, sich im Mac App Store anzumelden.cite-ref-18[18] Einige im Store erworbene Apps sind daraufhin unbrauchbar, weil sie sich nur starten lassen, wenn der Nutzer im Store eingeloggt ist. Offenbar testet Apple nur die aktuellen Versionen von macOS ausreichend, sodass es manchmal zu Problemen bei der App-Store-Nutzung auf Àlteren macOS-Versionen kommt.cite-ref-19[19]
Andere Betriebssysteme auf Apple-Rechnern
Auf Macs mit PowerPC-Prozessor (bis 2006) ist es möglich, andere, meist freie Betriebssysteme wie FreeBSD oder Linux, MorphOS zu verwenden. Apple selbst unterstĂŒtzte MkLinux aktiv, sodass auch andere Linux-Distributionen ĂŒber die Open Firmware leicht startbar waren. Auch der Mac-OS-X-Bootloader BootX konnte Linux starten.
Auf PowerPC-Macs war es zudem mit Emulatoren möglich, x86-Betriebssysteme als Gast-Betriebssystem unter einem unterstĂŒtzten PowerPC-Betriebssystem zu nutzen. So gab es z. B. Virtual PC von Connectix (spĂ€ter Microsoft), das Windows auf einem Power Macintosh emulieren konnte. Im Gegensatz zu Virtualisierung ist Emulation jedoch sehr langsam.
Mit dem Wechsel von PowerPC- auf Intel-Prozessoren 2006 wurde es möglich, eine Vielzahl an x86-basierenden Betriebssystemen auch auf Macs zu nutzen. Apple unterstĂŒtzt dies aktiv mit der seit Version 10.5 Leopard mitgelieferten Software Boot Camp, mit deren Hilfe Windows auf einer separaten Partition installiert und im BIOS-kompatiblen Modus gestartet werden kann. Im EFI-Modus wird Windows jedoch nicht unterstĂŒtzt. Ăber die EFI-Bootloader rEFIt und rEFInd ist es jedoch möglich, einige der EinschrĂ€nkungen, die sich daraus ergeben, zu mindern, indem z. B. von Partitionen gestartet werden kann, die durch den EFI-Startup-Managercite-ref-20[20] eines Intel-Macs nicht auswĂ€hlbar sind. Neben Windows sind x86-Unices ebenfalls weiterhin nutzbar, z. B. Linux- und BSD-Distributionen.
Auf Macs mit Intel-Prozessor ist es zudem möglich, mit Virtualisierungssoftware nahezu jedes andere x86-Betriebssystem unter einem der (unterstĂŒtzten) gestarteten Betriebssysteme z. B. in einem Fenster auszufĂŒhren. Beispiele fĂŒr derartige Virtualisierungsprogramme sind VMware Fusion, Parallels Desktop for Mac und VirtualBox.
Ab dem Jahr 2020 und einem erneuten Wechsel zu selbst entwickelten ARM-Prozessoren (Apple M1) entfĂ€llt zunĂ€chst die Möglichkeit, x86-Betriebssysteme unter Boot Camp oder nativ in einer Virtualisierungsumgebung auszufĂŒhren. Mit Software von Drittanbietern ist jedoch eine adĂ€quate Emulation möglich.cite-ref-21[21]
Programme anderer Betriebssysteme in macOS
Eine weitere Möglichkeit, Windows-Anwendungen auszufĂŒhren, stellt die Windows-kompatible Laufzeitumgebung Wine dar. Vorteil ist hierbei, dass nicht ein vollstĂ€ndiges Betriebssystem zusĂ€tzlich laufen muss; vor allem aber, dass keine zusĂ€tzliche Windows-Lizenz benötigt wird. Des Weiteren können mehrere Umgebungen fĂŒr unterschiedliche Windows-Versionen gleichzeitig laufen. Vor allem durch das freie Darwine und das kommerzielle CrossOver wurde Wine unter macOS auch Laien zugĂ€nglich. Ein weiteres freies Projekt ist PlayOnMac, eine Variante von PlayOnLinux; es bietet eine einfach zu bedienende grafische OberflĂ€che zum Einrichten von Software.
Apples macOS auf anderen Computern
Weil in Apple-Computern neben dem selbstentwickelten Motherboard Standard-Hardware und Intel-Chips verwendet werden, gibt es TĂŒftler und kommerzielle Anbieter, die macOS auf anderen als Apple-Computern installieren. Dabei werden macOS und Treiber modifiziert oder Kernel-Erweiterungen geschrieben. Derartige sowohl auf Intel als auch AMD basierende Systeme werden als âHackintoshâ bezeichnetcite-ref-22[22], gewerblich angebotene Konfigurationen mitunter als âMac-Klonâ.cite-ref-23[23]
Die Apple-Lizenzbestimmungen erlauben die Installation von macOS jedoch nur auf Apple-Hardware. Ob den Benutzern und HĂ€ndlern die Installation und Nutzung des Betriebssystems auf fremder Hardware von Apple rechtswirksam untersagt werden kann, ist nicht geklĂ€rt. Apple wehrt sich vor allem gegen gewerblich angebotene Systeme, die wenig technisches Wissen beim KĂ€ufer voraussetzen.cite-ref-24[24] Kommerzielle Anbieter, die Computer anderer Hersteller fĂŒr den Betrieb mit macOS umrĂŒsten, wurden von Apple gezwungen, ihre GerĂ€te nur noch ohne macOS auszuliefern. Ob das reine Einrichten von PCs zum Betrieb von macOS bereits illegal ist, wenn der HĂ€ndler selbst keine lizenzwidrige Installation des Betriebssystems vornimmt, blieb ungeklĂ€rt.cite-ref-25[25]
Seit Mac OS X Lion, Version 10.7, wird das Betriebssystem nicht mehr auf DatentrÀgern angeboten. Vollversionen werden nur noch als OEM-Versionen mit Apple Computern vertrieben. Da es sich bei den im Mac App Store erhÀltlichen Versionen lediglich um Updates handelt, ist die Möglichkeit zur Nutzung von macOS auf anderen Computern mit einer legalen Lizenz unabhÀngig von der Frage, ob Apple die Nutzung auf Fremdhardware in den Lizenzbedingungen untersagen darf, de facto nicht mehr gegeben.
FĂŒr Computerbastler gibt es Anleitungen auf Websites, wie macOS auf Computern betrieben werden kann, die nicht von Apple produziert sind.cite-ref-26[26] FĂ€lle, in denen dieser private Gebrauch rechtlich verfolgt wurde, sind nicht bekannt. Es finden sich auch Anleitungen im Netz, wie MacOS in einer virtuellen Maschine unter Windows oder Linux installiert werden kann.cite-ref-27[27]
Auch zu Zeiten, in denen Mac OS X ausschlieĂlich fĂŒr die PowerPC-Architektur verfĂŒgbar war, bestand die Möglichkeit, Mac OS X auf Fremdhardware zu nutzen. Allerdings gab es auf dem Markt nur einige wenige frei erhĂ€ltliche Motherboards, die mit G3- und G4-Prozessoren bestĂŒckt werden konnten â beispielsweise das Pegasos-Board, den AmigaOne oder den Teron. Ein Komplettsystem auf Basis dieser Komponenten war allerdings sehr teuer in der Anschaffung und benötigte ferner noch eine Mac-OS-X-Lizenz, die in der damaligen Zeit ca. 100 Euro kostete. Die Konfiguration eines PowerPC-basierten Hackintosh war dadurch eher eine Spielerei als eine lukrative Alternative zur Apple-Hardware.
Anwendungen fĂŒr macOS in anderen Betriebssystemen
Yellow Box, ein VorlĂ€ufer der heutigen Cocoa-Programmierschnittstelle (siehe auch Rhapsody), wurde speziell dafĂŒr konzipiert, unter verschiedenen Betriebssystemen auf unterschiedlichen Hardwareplattformen nutzbar zu sein. Im Jahr 1997 warb Apple damit, dass sich dieses OpenStep-kompatible Framework problemlos in Windows integrieren lasse. Noch vor Erscheinen von Mac OS X wurden diese Möglichkeiten jedoch wieder aufgegeben.cite-ref-yellow-box-28-0[28]
Das GNUstep-Projekt macht sich diese grundsĂ€tzlich in macOS immer noch vorhandene Möglichkeiten der Portierbarkeit zu Nutzen und entwickelt einen freien Nachbau der macOS-Frameworks und -Bibliotheken. Mit GNUstep lassen sich Anwendungen, die fĂŒr macOS entwickelt wurden, ohne groĂe Anpassungen fĂŒr Linux, Unix oder Windows kompilieren und danach nutzen.
Darauf aufbauend wird Darling entwickelt, eine macOS-kompatible Laufzeitumgebung, mit der sich macOS-Anwendungen ohne eine Neukompilation unter Linux nutzen lassen.cite-ref-heiseonline-1931074-29-0[29]cite-ref-faq-30-0[30]
Dateisysteme
Lokale Dateisysteme
Ab Snow Leopard, Version 10.6, können Medien mit dem alten Dateisystem HFS nur noch gelesen, aber nicht mehr beschrieben werden.
Als Startvolumen (Partition von der gebootet wird) ist eine mit APFS oder HFS+ formatierte Partition vorgesehen. Bis Tiger, Version 10.4, konnte das Betriebssystem auf eine mit dem Unix-Dateisystem UFS formatierte Partition installiert und davon gestartet werden.cite-ref-33[33] Mit Version 10.5, Leopard, von 2007 war das nicht mehr möglich und mit Version 10.7, Lion, von 2011 entfiel die UFS-UnterstĂŒtzung gĂ€nzlich.
Der Schreibzugriff auf NTFS ist standardmĂ€Ăig deaktiviert und kann durch Ănderungen der
fstab
-Datei aktiviert werden.
Netzwerkdateisysteme
Dateisysteme ergÀnzen
MacFUSE bzw. dessen Nachfolger OSXFUSEcite-ref-36[36] stellt eine macOS-Variante von FUSE dar. Damit können plattformfremde Dateisysteme zur VerfĂŒgung gestellt aber auch eigene Dateisysteme entwickelt werden; theoretisch kann somit jeder Datenbestand in Form von Verzeichnissen und Dateien bereitgestellt und in den lokalen Verzeichnisbaum eingehĂ€ngt werden â z. B. als dynamisch generierte XML- oder JSON-Dateien. In Kombination mit der in macOS integrierten âOrdner ĂŒberwachenâ-Funktion ergeben sich zusĂ€tzliche Möglichkeiten der Automatisierung auf der GUI-Ebene.
Mittels FUSE kann beispielsweise auf die Dateien eines tragbaren MedienabspielgerĂ€ts, einschlieĂlich iPod, derart zugegriffen werden, dass die Titelnamen als Dateinamen anstatt der tatsĂ€chlichen Dateinamen aufgelistet werden. Mit SSHFS entstand die Möglichkeit, Dateien auf einem anderen Computer (englisch remote computer), auf die durch eine SFTP-Verbindung zugegriffen wird, wie lokale Dateien behandeln zu können. Mit NTFS-3G ist es möglich, auf NTFS-Partitionen zu schreiben. Zwar liefert Mac OS X seit Panther, Version 10.3 von 2003, NTFS-Lesezugriff bereits mit,cite-ref-37[37] der macOS-eigene Schreibzugriff, der ab Version 10.6 bzw. Snow Leopard 10.6 von 2009 vorhanden ist, befindet sich jedoch offiziell noch in einem experimentellen Stadium und ist daher standardmĂ€Ăig nicht aktiviert.cite-ref-38[38]
Netzwerk
Apples macOS bietet durch Darwin die fĂŒr Unix typischen Netzwerkeigenschaften. Dadurch können mehrere Macs relativ einfach zu einem Cluster verbunden werden. Unter dem Namen Bonjour unterstĂŒtzt macOS Zeroconf, das es Benutzern ermöglicht, Netzwerkverbindungen und -dienste zu nutzen, ohne sie vorher konfigurieren zu mĂŒssen.
Auch liefert es einen Samba-Server mit und unterstĂŒtzt SMB bzw. CIFS einschlieĂlich Drucker-Freigaben. Auch das Apple Filing Protocol wird weiterhin unterstĂŒtzt.
Drucker im Netzwerk können neben CIFS auch via AirPrint, Internet Printing Protocol, Line Printer Daemon Protocol und JetDirect angesprochen werden.
Sicherheit
Allgemein zu Sicherheitsfunktionen
Auf Wunsch kann eine automatische Benutzer-Anmeldung ohne Passwortabfrage erfolgen. Bei sicherheitsrelevanten Operationen wird dennoch ein Kennwort verlangt â so wie es bei BSDs ĂŒblich ist.
Bisher war macOS nur selten Ziel von Angriffen und gilt daher unter Nutzern als vergleichsweise sicher. Auf welche Faktoren dies zurĂŒckgefĂŒhrt werden kann, ist umstritten.cite-ref-39[39] Unter Sicherheitsexperten wurde Mac OS X bis 2011 fĂŒr bestimmte Angriffe unsicherer als etwa Windows Vista eingeschĂ€tzt, da Sicherheitsfeatures wie nicht ausfĂŒhrbarer Speicher und Address Space Layout Randomization (ASLR) fehlten oder unvollstĂ€ndig waren.cite-ref-40[40] Bei Lion, Version 10.7 von 2011, hat Apple die Sicherheitsarchitektur grundlegend ĂŒberarbeitet. Damit galt es als sicherer als vergleichbare Betriebssysteme.cite-ref-41[41] Bekannt gewordene SicherheitslĂŒcken schlieĂt Apple durch Sicherheitsaktualisierungen. Manchmal wird die Zeitspanne zwischen Bekanntwerden und SchlieĂen einer SicherheitslĂŒcke kritisiert.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43]cite-ref-44[44]
Im Juni 2015 wurde eine Studie veröffentlicht, die gravierende SicherheitslĂŒcken in iOS und OS X beschreibt, mithilfe derer sich Passwörter und Daten auslesen lassen; die Forscher nutzten dabei fehlende Sicherheitsmechanismen bei der Kommunikation von Apps untereinander (Cross-App Resource Access, kurz Xara) aus. Entsprechend manipulierte Apps konnten sowohl im iOS-, als auch Mac App Store platziert werden. Apple wurde im Oktober 2015 ĂŒber die Probleme informiert und erbat sich einen â branchenĂŒblichen â Zeitraum von sechs Monaten fĂŒr die Fehlerbehebung.
Nutzerrechte
Darwin unterscheidet zwischen normalen Benutzern (user), Systemverwaltern (admin) und dem Superuser (root). Einem normalen Benutzer ist es nicht erlaubt, Ănderungen am System vorzunehmen oder Software auĂerhalb seines Benutzerordners zu installieren. Von ihm gestartete Programme werden nur mit seinen Nutzerrechten ausgefĂŒhrt. Die Benutzer der Gruppe admin verfĂŒgen ĂŒber weitergehende Rechte, sie dĂŒrfen systemweite Einstellungen vornehmen, Software installieren und verfĂŒgen ĂŒber Schreibzugriff auf diverse Systemverzeichnisse. Nur nach gesonderten Authentifizierungen können tiefergreifende Ănderungen am System vorgenommen werden. Ein Root-Benutzerkonto, das dauerhaft ĂŒber Berechtigungen des Superusers verfĂŒgt, ist standardmĂ€Ăig deaktiviert.
Firewall
macOS enthĂ€lt die von FreeBSD stammende paketorientierte Firewall ipfw, die seit 2007 in Version 10.5, Leopard, standardmĂ€Ăig ungenutzt bleibt, da mit dieser Version zusĂ€tzlich eine programmorientierte Firewall eingefĂŒhrt wurde, in der eingestellt wird, welche Programme eingehenden Datenverkehr empfangen dĂŒrfen. Eine grafische BenutzeroberflĂ€che fĂŒr ipfw muss separat installiert werden (z. B. WaterRoof oder Flying Buttress).
Erste Tests zeigten, dass die zusĂ€tzliche Firewall von Leopard in der Erstveröffentlichung selbst dann noch Daten passieren lĂ€sst, wenn in den Einstellungen âalle Verbindungen blockierenâ ausgewĂ€hlt ist.cite-ref-heiseonline-190451-45-0[45] In der aktualisierten Version 10.5.1 wurden mehrere dieser SicherheitslĂŒcken geschlossen. Die Formulierung der BenutzeroberflĂ€che wurde angepasst zu âNur notwendige Dienste erlaubenâ und die Anzahl der in diesem Modus noch zugĂ€nglichen Dienste reduziert.cite-ref-heiseonline-196310-46-0[46]
Ausgehende Verbindungen können mit den von macOS bereitgestellten grafischen Anwendungen nicht weitergehend konfiguriert werden; hierfĂŒr werden Zusatzprogramme wie Little Snitch, GlowWorm, LuLu oder TCPBlock benötigt.
App Sandbox
Die App Sandbox ist ein im Jahr 2011 mit Lion, Version 10.7, eingefĂŒhrter Sicherheitsmechanismus, der es Angreifern erschweren soll, SicherheitslĂŒcken in Programmen auszunutzen. Dazu erhĂ€lt jedes Programm nur die absolut notwendigen Rechte, so dass es â falls es von einem Angreifer gekapert wird â möglichst geringen Schaden anrichten kann.
Das Betriebssystem teilt hierfĂŒr jedem Programm einen eigenen Bereich der Festplatte, die sogenannte âSandboxâ, zu. Auf die âSandboxâ fremder Programme oder auf andere Bereiche des Systems kann das Programm nicht zugreifen. Die Ăffnen- und Speichern-Dialoge sind folglich nicht mehr Teil des Programmes, sondern laufen in einem eigenen Systemprozess namens Powerbox, da das Programm selbst keinen Zugriff mehr auf Dokumente auf der Festplatte hat.cite-ref-arstechnica-lion-47-0[47]
AuĂerdem muss jedes Programm, das Sandboxing unterstĂŒtzt, eine vom Entwickler erstellte Liste der benötigten Berechtigungen enthalten. (Insgesamt gibt es etwa ein Dutzend Berechtigungencite-ref-48[48]cite-ref-ct-032011-49-0[49] fĂŒr Funktionen wie den Aufbau von Netzwerkverbindungen oder die Aufnahme von Fotos mit der eingebauten Webcam.) Falls ein Programm versucht, auf eine Funktion zuzugreifen, fĂŒr die es keine Berechtigung verlangt hat, blockiert macOS dies.cite-ref-arstechnica-lion-47-1[47]
Zudem kommt mit XPC eine Variante der Interprozesskommunikation zum Einsatz, die es Entwicklern vereinfacht, einzelne Funktionen des Programms in einen Prozess auszulagern, der ĂŒber eine eigene Berechtigungsliste verfĂŒgt (Privilege Separation).cite-ref-ct-032011-49-1[49] So kann etwa bei einem Mediaplayer das Rendering von Videodateien ausgelagert werden. Ein Angreifer, der SicherheitslĂŒcken in diesem Bereich ausnutzt, kann dann nur die Berechtigungen dieses Renderingprozesses erhalten, jedoch nicht weitergehende Berechtigungen des Mediaplayers.
Gatekeeper
Gatekeeper ist eine im Jahr 2012 mit Version 10.8, Mountain Lion, eingefĂŒhrte Funktion, die sicherstellt, dass nur signierte Software auf dem Rechner gestartet werden kann. Dazu wird geprĂŒft, ob die Software mit der Signatur eines bei Apple registrierten Entwicklers versehen ist. Ist dies nicht der Fall, verweigert das Betriebssystem das AusfĂŒhren der Software. Es gibt verschiedene Sicherheitsstufen. Entweder sind nur Programme erlaubt, die aus dem âApp Storeâ geladen wurden. Dann die Standardeinstellung, die vorsieht, dass alle Programme mit einer von Apple beglaubigten Signatur versehen sein mĂŒssen, und zuletzt die âschwĂ€chsteâ Sicherheitseinstellung, in der wie bisher jegliche Software installiert werden kann.cite-ref-50[50] Jedoch besteht fĂŒr Nutzer, die nicht die schwĂ€chste Sicherheitseinstellung gewĂ€hlt haben, die Möglichkeit des Startes âunsichererâ Software ĂŒber das Terminal oder ĂŒber das KontextmenĂŒ im Finder. FĂŒr Letzteres ist jedoch eine Anmeldung als Administrator vonnöten, sonst wird der Nutzer nach einem Admin-Kennwort gefragt.
Gatekeeper war schon in Mac OS X Lion ab Version 10.7.3 vorhanden und konnte per Terminal freigeschaltet werden. Ab Version 10.7.5 ist es offiziell Bestandteil des Betriebssystems.cite-ref-heiseonline-1436625-51-0[51]
Schadsoftware
Bis 2010 waren nur neun Prototypen viren- oder wurmĂ€hnlicher Schadprogramme fĂŒr Mac OS X bekannt, verbreiten konnte sich allerdings keiner. Dazu gehört der am 13. Februar 2006 im Forum einer US-amerikanischen GerĂŒchteseite veröffentlichte erste Computerwurm, der jedoch vom Anwender willentlich ausgefĂŒhrt werden muss, fĂŒr Tiger, Version 10.4 â damals noch nur fĂŒr PowerPC.cite-ref-heiseonline-176181-52-0[52] Virenscanner fĂŒr macOS dienen im Wesentlichen dazu, das Durchreichen von Viren zu verhindern, die fĂŒr andere Betriebssysteme geschrieben wurden.
Von mehreren bekannten sogenannten Trojanischen Pferden fĂŒr Mac OS X galten bis 2010 nur zwei als allgemein bedeutend und nennenswert gefĂ€hrlich. Sie können sich bei unvorsichtigem Nutzerverhalten installieren, etwa versteckt in Downloads oder als angeblich fehlender Codec.cite-ref-53[53]cite-ref-54[54] Die bis zum damaligen Zeitpunkt am weitesten verbreitete Schadsoftware fĂŒr Mac OS X war im Mai und Juni 2011 unter dem Namen MAC Defender aktiv und tarnte sich als Antivirus-Programm. Als Reaktion darauf baute Apple in Mac OS X eine tĂ€glich aktualisierte Liste mit Malware-Definitionen ein.cite-ref-55[55] Seit Februar 2012 haben sich mehrere Varianten der sogenannten âFlashbackâ-Malware ĂŒber prĂ€parierte Webseiten durch LĂŒcken in Java auch auf OS X ausgebreitet. Die Anzahl der betroffenen Systeme wurde zur Höchstzeit auf 600.000 geschĂ€tzt.cite-ref-56[56] Apple hat die SicherheitslĂŒcke im April 2012 mit einer Java-Aktualisierung geschlossen und ein Programm zur VerfĂŒgung gestellt, mit dessen Hilfe die Schadsoftware von betroffenen Computern entfernt wird.cite-ref-57[57] Nutzern Ă€lterer Systeme bleibt nur das Abschalten des Java-Plugins, da keine Updates fĂŒr Mac OS X, die Ă€lter als Leopard bzw. Version 10.5 von 2007 sind, angeboten wurden. Im Browser Mozilla Firefox wurde Java fĂŒr diese Mac-OS-X-Versionen standardmĂ€Ăig deaktiviert.cite-ref-heiseonline-1543012-58-0[58]
Versionen und Varianten
Hauptversionen
Mac OS X Server 1.0
â
Hauptartikel
:
Rhapsody (Betriebssystem)
und
Mac OS X Server 1.0
Das erste Betriebssystem mit âMac OS Xâ im Namen hieĂ Mac OS X Server 1.0 (1999). Es war praktisch noch ein Rhapsody, ihm fehlte die KompatibilitĂ€t zum ursprĂŒnglichen Macintosh-Betriebssystem Mac OS (âClassicâ), was erst spĂ€ter durch die Entwicklung der Programmierschnittstelle Carbon kompensiert wurde. Mac OS X Server 1.0 zĂ€hlt daher technisch nicht zu dieser Betriebssystemlinie, wird aber vollstĂ€ndigkeitshalber hier mit aufgefĂŒhrt.
WĂ€hrend Mac OS X Server 1.0 fĂŒr die Server-Varianten der Power-Mac-G4-Linie optional vorinstalliert wurde, blieb das klassische Mac OS vorerst das Desktop-Betriebssystem fĂŒr Macs.
Die letzte Version war Mac OS X Server 1.2 v3 (2000, intern Rhapsody 5.6). Das nie offiziell veröffentlichte Rhapsody 1.0 (intern Rhapsody 5.2) sowie Mac OS X Server 1.0 (intern Rhapsody 5.3) bilden den Ausgangspunkt fĂŒr die Entwicklung von Mac OS X 10.0.
Mac OS X 10.0 (âKodiakâ und âCheetahâ)
â
Hauptartikel
:
Mac OS X Public Beta
und
Mac OS X 10.0
Mac OS X Public Beta, Codename âKodiakâ:
Ab dem 13. September 2000 gab Apple eine Beta-Version von Mac OS X aus und verkaufte sie zum Preis von 29,95 US-Dollar.cite-ref-59[59] Diese Version und die zuvor an Entwickler abgegebenen Developer Previews ermöglichten Early Adopters einen Einblick in das kommende Betriebssystem und bot Softwareentwicklern die Möglichkeit, eigene Programme fĂŒr dieses System zu entwickeln, damit sie Programme fĂŒr die fertige Release-Version von Mac OS X 10.0 zeitnah freigeben konnten.
Mac OS X 10.0, Codename âCheetahâ:
Die erste Release-Version von Mac OS X erschien am 24. MĂ€rz 2001 und war in vielerlei Hinsicht noch nicht ganz ausgereift. Sie war sehr langsam (auf Ă€lteren G3-Systemen bis zur Unbrauchbarkeit), wurde aber wegen ihrer in einem so frĂŒhen Stadium hohen StabilitĂ€t gelobt. 10.0.4 war die letzte Version (22. Juni 2001).
Mac OS X Server 10.0:
Mac OS X Server 10.0 wurde am 21. Mai 2001 veröffentlicht â fast zwei Monate nach Mac OS X 10.0. Das Betriebssystem ist im Wesentlichen identisch mit der Desktop-Ausgabe, bietet jedoch zusĂ€tzlich umfangreiche Server-Software sowie grafische Hilfsprogramme zur Konfiguration.
Mac OS X 10.1 (âPumaâ)
â
Hauptartikel
:
Mac OS X 10.1
Mac OS X 10.1, Desktop-Ausgabe:
Mac OS X 10.1 erschien am 25. September 2001, als Aktualisierung (englisch Upgrade) von der Vorversion war diese Version kostenlos. Die Geschwindigkeit, insbesondere das Ansprechverhalten der BenutzeroberflĂ€che, war wesentlich verbessert, und fehlende Features, wie zum Beispiel fĂŒr das Abspielen von DVDs, wurden hinzugefĂŒgt. Die letzte Version war 10.1.5 vom 5. Juni 2002.
Mac OS X Server 10.1, Server-Ausgabe:
Diese Server-Ausgabe erschien gleichzeitig mit der Desktop-Ausgabe.
Mac OS X 10.2 âJaguarâ
â
Hauptartikel
:
Mac OS X 10.2
Mac OS X 10.2:
âJaguarâ wurde am 13. August 2002 veröffentlicht. Es beschleunigte mit Quartz Extreme die BenutzeroberflĂ€che auf geeigneten Grafikkarten. Als Drucksystem wurde CUPS eingefĂŒhrt, was die Verwendung alternativer Druckertreiber ermöglichte. Die letzte Version von Jaguar war Mac OS X 10.2.8 (veröffentlicht am 3. Oktober 2003); danach gab es jedoch noch einige Sicherheitsaktualisierungen. Seit dieser Version sind die Raubkatzenarten nicht nur Code- und Projektnamen, sondern offizielle Produktbezeichnungen, die auf den Verpackungen und DatentrĂ€gern aufgedruckt sind.
Mac OS X Server 10.2:
Diese Server-Ausgabe von Mac OS X 10.2 erschien ca. 1œ Wochen nach der Desktop-Ausgabe am 24. August 2002.
Mac OS X Panther (Version 10.3)
â
Hauptartikel
:
Mac OS X Panther
Mac OS X Panther:
Panther ist die Version 10.3 des Betriebssystems und wurde am 24. Oktober 2003 eingefĂŒhrt. Es brachte Funktionen wie ExposĂ©, das Video-Chat-Programm iChat AV und die BenutzerverzeichnisverschlĂŒsselung FileVault mit. Auch die neue Programmierschnittstelle Core Audio wurde hinzugefĂŒgt. Der Finder wurde ĂŒberarbeitet und einige Inkonsistenzen der VorgĂ€ngerversion beseitigt. AuĂerdem erfuhr die BenutzeroberflĂ€che einige Ănderungen, das Design wurde insgesamt etwas schlichter. Die Systemgeschwindigkeit wurde weiter gesteigert. Mit dem neu eingefĂŒhrten schnellen Benutzerwechsel wurde es ermöglicht, zwischen Benutzern hin und her zu schalten, ohne sich abmelden zu mĂŒssen. Am 15. April 2005 wurde die letzte Version, Mac OS X 10.3.9, veröffentlicht.
Im Gegensatz zur Version 10.2 (âJaguarâ) lĂ€sst sich Panther (ohne Drittprogramme wie XPostFacto) nicht mehr auf den beigen G3-Power-Macs installieren, sondern nur noch auf sogenannten New-World-Macs (mit anderer Bus-Architektur, an den fest eingebauten USB-AnschlĂŒssen und am einfarbigen Apfel als Unternehmenslogo auf dem GehĂ€use erkennbar).
Mac OS X Server 10.3:
Mac OS X Server 10.3 erschien gleichzeitig mit Panther am 24. Oktober 2003.
Mac OS X Tiger (Version 10.4)
â
Hauptartikel
:
Mac OS X Tiger
Mac OS X Tiger:
Mit Tiger erschien am 29. April 2005 Version 10.4 von Mac OS X. Unter den Neuerungen befindet sich eine systemweite Metadatensuche namens Spotlight. Mit Dashboard wurde zu ExposĂ© eine neue Komponente hinzugefĂŒgt, die kleine Hilfsprogramme, sogenannte Widgets, einblendet. AuĂerdem enthĂ€lt Tiger eingeschrĂ€nkte UnterstĂŒtzung von 64-Bit-Prozessen (auf 64-Bit-Prozessoren wie dem G5) sowie die neuen Programmierschnittstellen Core Image und Core Video zur Auslagerung grafischer Berechnungen an die GPU der Grafikkarte. Offiziell ab der Version 10.4.4 lĂ€uft das System auf sogenannten Intel-Macs, das sind Macs mit Intel-x86-Prozessoren (anfangs mit i386- bzw. IA-32-Befehlssatzarchitektur nur 32-Bit, spĂ€ter mit x86-64 auch 64-Bit). Das neu eingefĂŒhrte Rosetta ermöglicht das AusfĂŒhren von 32-Bit-PowerPC-Anwendungen auf der x86-Architektur der Intel-Macs und die aus den Multi-Architecture Binaries (aus dem NeXTSTEP-Erbe) weiterentwickelten Universal Binaries ermöglichen nativen Programmcode fĂŒr beide Architekturen. Systemaktualisierungen werden getrennt als PowerPC- oder Intel-Version angeboten. Tiger ist mit ĂŒber zwei Jahren die bisher am lĂ€ngsten gewartete Version von Mac OS X. Am 14. November 2007 erschien die letzte Version von Tiger, 10.4.11.
Mac OS X Server 10.4:
Diese Server-Ausgabe erschien zusammen mit der Desktop-Ausgabe am 29. April 2005. Mac OS X Server 10.4.7 (2006) war die erste Universal-Version von Mac OS X ĂŒberhaupt.
Mac OS X Leopard (Version 10.5)
â
Hauptartikel
:
Mac OS X Leopard
Mac OS X Leopard:
Version 10.5 bzw. Leopard erschien am 26. Oktober 2007, nachdem das Veröffentlichungsdatum aus KapazitĂ€tsgrĂŒnden (zur rechtzeitigen Fertigstellung des Mobiltelefons iPhone) um etwa ein halbes Jahr verschoben wurde.
In Leopard wurde die NutzeroberflĂ€che des Systems und insbesondere des Finders deutlich ĂŒberarbeitet; das Konzept der virtuellen Desktops wurde mit Spaces von einigen Linux-Varianten ĂŒbernommen. Integriert sind auĂerdem die Datensicherungssoftware Time Machine sowie Boot Camp, das auf Intel-basierten Macs die Installation von Windows parallel zu Mac OS X ermöglicht.
Leopard ermöglicht den 64-Bit-Betrieb bei Applikationen mit grafischer BenutzeroberflĂ€che. Zudem erfĂŒllt es als erstes BSD-Derivat ĂŒberhaupt die kommerzielle Zertifizierung Single UNIX Specification UNIX 03 der Open Group und darf daher den Markennamen âUNIXâ (in GroĂbuchstaben oder KapitĂ€lchen) tragen.cite-ref-osx-comm-60-0[60]
Die Classic-Umgebung wurde mit dieser Version eingestellt, das AusfĂŒhren von Mac OS 9 oder Ă€lteren Macintosh-Programmen war nun nicht mehr möglich.
Mac OS X Server 10.5:
Gleichzeitig mit Leopard erschien am 26. Oktober 2007 Mac OS X Server 10.5, ebenfalls als Universal-Version.
Mac OS X Snow Leopard (Version 10.6)
â
Hauptartikel
:
Mac OS X Snow Leopard
Mac OS X Snow Leopard:
Snow Leopard erschien am 28. August 2009 und trĂ€gt die Versionsnummer 10.6. Wie schon von Apple auf der WWDC vom 9. Juni 2008 angekĂŒndigt,cite-ref-61[61] enthĂ€lt diese Betriebssystemversion auĂer dem neu hinzugekommenen App Store (Voraussetzung fĂŒr Upgrades des Betriebssystems) hauptsĂ€chlich Verbesserungen und nur wenige neue Funktionen. Der Fokus liegt in der verbesserten Ausnutzung der Computerhardware â Rechner mit PowerPC-Prozessoren werden ab dieser Version nicht mehr unterstĂŒtzt, ein Intel-Prozessor ist also Bedingung. So soll mit Grand Central Dispatch und der Open Computing Language eine signifikante Leistungssteigerung durch die Vereinigung von Mehrkern-Hauptprozessoren mit leistungsfĂ€higen Grafikprozessoren (GPGPU) unter einer zentralen Programmierschnittstelle erreicht werden. AuĂerdem gibt es eine erweiterte 64-Bit-UnterstĂŒtzung im Kernel. Der Finder wurde komplett neu geschrieben und ist nun eine 64-Bit-Anwendung. Die meisten vorinstallierten Programme von Apple laufen nun ebenfalls im 64-Bit-Modus, können jedoch bei Bedarf in 32-Bit gestartet werden. QuickTime X unterstĂŒtzt moderne Multimediacodecs besser; hinzu kommt eine native UnterstĂŒtzung von Microsoft Exchange 2007 in den Programmen Mail, Adressbuch und iCal.cite-ref-62[62] Seit dem 6. Januar 2011 ist die Anwendung fĂŒr den Zugriff auf den Mac App Store fĂŒr Snow Leopard verfĂŒgbar.cite-ref-63[63]
Mac OS X Server 10.6:
Die letzte separate Server-Ausgabe war Mac OS X Server 10.6, das wie Snow Leopard am 28. August 2009 erschien. Es ist ebenfalls nur noch auf Macs und Xserve mit Intel-Prozessor lauffÀhig.
Mac OS X Lion (Version 10.7)
â
Hauptartikel
:
Mac OS X Lion
Lion, Version 10.7, wurde am 20. Juli 2011 veröffentlicht.cite-ref-64[64] Zu den vorgestellten Neuerungen von Lion gehören das Launchpad, eine an iOS angelehnte Ăbersicht aller installierten Programme; eine verbesserte Handhabung von Programmen im Vollbildmodus; Mission Control, eine kombinierte Ăbersicht ĂŒber Spaces, ExposĂ©, Dashboard und laufende Vollbildprogramme; FileVault2, das nun auch Full-Disk-VerschlĂŒsselung ermöglicht. Verschiedene Bestandteile frĂŒherer Betriebssystemversionen, insbesondere die Mediencenter-OberflĂ€che Front Row, eine vorinstallierte Java-Laufzeitumgebung und die Emulationssoftware Rosetta werden nicht mehr unterstĂŒtzt.cite-ref-65[65]
Lion ist die letzte Version, die noch âMac OS Xâ im Namen trĂ€gt und wurde bereits als âOS X Lionâ beworben.
Die separate Server-Ausgabe wurde eingestellt, stattdessen wird fortan Server- und Konfigurationssoftware als ein Programmpaket ĂŒber den Mac App Store angeboten.
OS X Mountain Lion (Version 10.8)
â
Hauptartikel
:
OS X Mountain Lion
Mountain Lion ist Version 10.8 und wurde am 16. Februar 2012 vorgestelltcite-ref-66[66] und am 25. Juli 2012 zum Preis von 17,99 Euro beziehungsweise 20 Franken veröffentlicht. OS X Mountain Lion verzichtet explizit auf den Zusatz âMacâ, den vorherige Versionen des Betriebssystems trugen.cite-ref-nurnochosx-67-0[67]
Zu den Neuerungen zĂ€hlen vor allem Funktionen, die vom Tochter-Betriebssystem iOS ĂŒbernommen wurden, beispielsweise Push-Benachrichtigungen samt Mitteilungszentrale, bessere Anbindung an iCloud, die Ausweitung des iMessage-Protokolls auf den Mac, dedizierte Programme fĂŒr Erinnerungen und Notizen sowie die systemweite Integration sozialer Netzwerke wie Twitter, Facebook, Flickr und Vimeo.cite-ref-68[68]
OS X Mavericks (Version 10.9)
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Hauptartikel
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OS X Mavericks
Version 10.9, veröffentlicht am 22. Oktober 2013, wurde bereits am 10. Juni 2013 von Craig Federighi auf der WWDC als OS X Mavericks vorgestellt, das nach dem Surfspot Mavericks sĂŒdlich von San Francisco benannt wurde. Die Nachfolgeversion von Mountain Lion ist somit nicht mehr nach einer GroĂkatze benannt. Mavericks bietet unter anderem neue Funktionen wie Tabs und Tagging im Finder und verbessert den Umgang mit mehreren Bildschirmen.cite-ref-69[69] Erstmals ist fĂŒr Besitzer von Apple-Computern ein Update auf eine neue Version des Betriebssystems kostenlos.
OS X Yosemite (Version 10.10)
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Hauptartikel
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OS X Yosemite
Version 10.10 wurde am 16. Oktober 2014 veröffentlicht. Sie wurde am 2. Juni 2014 auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) vorgestellt und trĂ€gt den Namen OS X Yosemite, nach dem Yosemite-Nationalpark. Zu den Ănderungen zĂ€hlen u. a. eine verbesserte Zusammenarbeit mit iPhone und iPad sowie eine ĂŒberarbeitete BetriebssystemoberflĂ€che. Erstmals gab es vor der Veröffentlichung ein öffentliches Beta-Programm fĂŒr die Software. Das Update auf Yosemite ist fĂŒr Besitzer von Apple-Computern kostenlos.
OS X El Capitan (Version 10.11)
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Hauptartikel
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OS X El Capitan
Version 10.11 wurde als El Capitan am 30. September 2015 veröffentlicht. Sie wurde am 8. Juni 2015 auf der Worldwide Developers Conference vorgestellt. Namensgeber ist ein Monolith im Yosemite-Nationalpark. Neben Verbesserungen des Fenstermanagements und neuen Funktionen in mit dem System mitgelieferten Programmen liegt der Fokus auf StabilitĂ€ts- und Leistungsverbesserungen. Die bereits zuvor mit iOS 8 eingefĂŒhrte 3D-Grafikschnittstelle Metal ist ab El Capitan auch auf Mac-Modellen ab 2012 verfĂŒgbar.cite-ref-heiseonline-2717786-70-0[70]
macOS Sierra (Version 10.12)
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macOS Sierra
Sierra ist die Version 10.12 des nun âmacOSâ genannten Betriebssystems und wurde am 20. September 2016 veröffentlicht. Das System wurde auf der WWDC am 13. Juni 2016 in San Francisco vorgestellt. Die NamensĂ€nderung von OS X zu macOS wurde in Anlehnung an die anderen Betriebssysteme des Herstellers, iOS, watchOS und tvOS, gewĂ€hlt. In dieser Version gab es nur geringfĂŒgige technische Ănderungen. Apple stellt die Integration des Spracherkennungs- und -steuerungsdienstes Siri sowie die Möglichkeit heraus, sich auf dem Rechner mittels der Apple Watch einzuloggen. AuĂerdem wurden ein neues Dateisystem, mit dem man USB-Sticks mit einem Passwort sichern kann und eine verbesserte Speicherverwaltung hinzugefĂŒgt. In den angelsĂ€chsischen LĂ€ndern, in China und in Singapur, spĂ€ter auch in der Schweiz, in Frankreich und in Hongkong soll der Online-Bezahldienst Apple Pay ĂŒber den Webbrowser Safari eingefĂŒhrt werden.cite-ref-reszel2016-4-1[4]
macOS High Sierra (Version 10.13)
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Hauptartikel
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macOS High Sierra
High Sierra, macOS 10.13, wurde am 5. Juni 2017 auf der WWDC vorgestellt. Auch in dieser Version gibt es vor allem Ănderungen an Details und weitere Verbesserungen. Safari erhĂ€lt eine UnterstĂŒtzung gegen Tracking und verhindert automatisch abgespielte Videos auf Webseiten. Apple Fotos erhĂ€lt neue Ansichten fĂŒr importierte Bilder.cite-ref-71[71]
macOS Mojave (Version 10.14)
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macOS Mojave
Mojave trĂ€gt die Versionsnummer 10.14, wurde am 4. Juni 2018 auf der WWDC vorgestellt und ist seit dem 24. September 2018 verfĂŒgbar.
macOS Catalina (Version 10.15)
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macOS Catalina
Catalina bzw. Version 10.15 wurde am 3. Juni 2019 auf der WWDC vorgestellt und ist seit dem 7. Oktober 2019 verfĂŒgbar. Eine der groĂen Ănderungen ist die vollstĂ€ndige Umstellung auf 64-Bit, die damit einhergeht, dass 32-Bit-Programme nicht mehr unterstĂŒtzt werden. Das betrifft auch einige Ă€ltere Programme von Apple selbst, etwa Aperture und QuickTime 7. Auch die Carbon-Schnittstelle, die bis zuletzt auf 32 Bit beschrĂ€nkt blieb, ist in Catalina nicht mehr enthalten. Zu den Neuerungen gehört u. a. ein Nur-Lese-APFS-Volume und verschĂ€rfte System Integrity Protection (SIP), was die Sicherheit erhöhen soll, sowie die vollstĂ€ndige Steuerbarkeit mit Sprachbefehlen und mit Sidecar die Möglichkeit, ein iPad als zusĂ€tzlichen Monitor zu nutzen.
macOS Big Sur (Version 11)
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Hauptartikel
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macOS Big Sur
Am 22. Juni 2020 wurde mit Big Sur macOS Version 11 auf der WWDC prĂ€sentiert und ist seit 12. November 2020 allgemein verfĂŒgbar.cite-ref-heiseonline-6063870-72-0[72] Damit verabschiedete sich Apple nach ĂŒber 20 Jahren von der Version 10 bzw. âXâ des 1999 begonnenen âMac OS Xâ.
macOS Monterey (Version 12)
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Hauptartikel
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macOS Monterey
Am 7. Juni 2021 wurde macOS Monterey bzw. Version 12 auf der WWDC prĂ€sentiert und ist seit 26. Oktober 2021 allgemein verfĂŒgbar.cite-ref-heiseonline-6063870-72-1[72]
macOS Ventura (Version 13)
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Hauptartikel
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MacOS Ventura
Am 6. Juni 2022 wurde macOS-Version 13 mit dem Namen Ventura auf der WWDC prĂ€sentiert und ist seit Oktober 2022 verfĂŒgbar.cite-ref-73[73]
macOS Sonoma (Version 14)
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MacOS Sonoma
macOS Sequoia (Version 15)
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macOS Sequoia
Am 10. Juni 2024 stellte Apple auf der WWDC macOS Sequoia vor,cite-ref-77[77] das seit 10. September 2024 verfĂŒgbar ist.
macOS Tahoe (Version 26)
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macOS Tahoe
Am 9. Juni 2025 stellte Apple auf der WWDC macOS Tahoe vor. 26.0.1 wurde am 29. September desselben Jahres veröffentlicht.
Server-Betriebssystemvariante und -Programmpaket
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macOS Server
Das bis Version 10.6, Snow Leopard, separat verkaufte âMac OS X Serverâ lĂ€uft auf allen Mac-Modellen, die auch mit der Desktop-Variante kompatibel sind. Seit Lion, Version 10.7 von 2011, gibt es keine separate Server-Ausgabe des Betriebssystems mehr: Erweiternde Server- und Konfigurationssoftware kann nun ĂŒber den Mac App Store bezogen werden. Das resultierende Betriebssystem erhĂ€lt den Namen âmacOS Serverâ (bzw. âOS X Serverâ, bei 10.7 auch âLion Serverâ) und lĂ€uft ebenso auf allen auch vom regulĂ€ren macOS unterstĂŒtzten Mac-Modellen.
Aktualisierungen
Apple nennt keine ZeitrĂ€ume, fĂŒr die Aktualisierungen (englisch updates) zugesichert werden. Seit 2011 erschienen jĂ€hrlich Hauptversionen mit gröĂeren Neuerungen und unter neuem Namen. Diese wurden fĂŒr ein Jahr weiterentwickelt und anschlieĂend fĂŒr zwei Jahre mit Sicherheitsupdates versorgt, so dass jeweils die drei jĂŒngsten Hauptversionen abgedeckt waren.cite-ref-apple-com-78-0[78]cite-ref-79[79] Bisweilen wurden darĂŒber hinaus Patches fĂŒr kritische SicherheitslĂŒcken Ă€lterer Hauptversionen bereitgestellt.cite-ref-heiseonline-3085875-80-0[80]
Die einer Hauptversion beiliegenden Anwendungen werden nach der EinfĂŒhrung einer neuen Hauptversion meist nicht mehr gepflegt, um einen Anreiz zum AufrĂŒsten (englisch upgrade) der Plattform zu bieten. Davon gibt es zwei Ausnahmen: Seit der Veröffentlichung von El Capitan, Version 10.11 von macOS, wird der Webbrowser Safari, beginnend mit Version 9, bei der Aktualisierung auch fĂŒr die beiden vorhergehenden Systeme angeboten, jedoch nicht mit den im Vergleich zu den frĂŒheren Systemen neu eingefĂŒhrten Merkmalen, die nur auf dem aktuellen Betriebssystem genutzt werden können. Dieses Vorgehen gilt entsprechend auch fĂŒr Safari 10, das Teil von Sierra bzw. macOS Version 10.12 ist,cite-ref-81[81] und fĂŒr Safari 11 bei der Veröffentlichung von High Sierra bzw. macOS 10.13.cite-ref-82[82]
Sprache
Das Betriebssystem und die darauf laufende Cocoa-nutzende Software sind fĂŒr die Mehrsprachigkeit implementiert. Somit können sie relativ einfach âlokalisiertâ, d. h. sprachlich ĂŒbersetzt und lĂ€nderspezifisch angepasst werden.
Meldungen von System und Anwendungen werden in jener Sprache ausgegeben, die in den Systemeinstellungen als bevorzugt konfiguriert worden ist. Dabei können mehrere Sprachen angegeben und priorisiert werden. Anwendungen, die die erste bevorzugte Sprache nicht anbieten, verwenden dann die zweite oder dritte usw.
Ausgeliefert wird macOS mit ĂŒber 30 Sprachen und weiteren lĂ€nderspezifischen Varianten: Arabisch, Brasilianisch-Portugiesisch, (vereinfachtes) Chinesisch, Deutsch, DĂ€nisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, HebrĂ€isch, Hindi, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Katalanisch, Koreanisch, Kroatisch, Malaiisch, NiederlĂ€ndisch, Norwegisch (BokmĂ„l), Polnisch, Portugiesisch, RumĂ€nisch, Russisch, Schwedisch, Slowakisch, Spanisch, Taiwanesisch, Thai, Tschechisch, TĂŒrkisch, Ukrainisch, Ungarisch und Vietnamesisch.cite-ref-83[83]cite-ref-84[84]cite-ref-85[85]
Ăhnlich wie fĂŒr die Lokalisierung von Anwendungen kann auch fĂŒr die integrierte RechtschreibprĂŒfung eine bevorzugte Reihenfolge der Sprachen konfiguriert werden. Nicht fĂŒr alle Sprachen ist auch eine RechtschreibprĂŒfung vorhanden. WörterbĂŒcher von Drittanbietern können hinzugefĂŒgt werden, um weitere Sprachen zu unterstĂŒtzen.
In weit ĂŒber 20 Sprachen und weiteren lĂ€nderspezifischen Varianten kann macOS darĂŒber hinaus Inhalte mittels Sprachsynthese aussprechen (Sprachausgabe) â beispielsweise die Beschriftung von Buttons, aber auch zusammenhĂ€ngende Texte.
Ebenso kann es menschliche Sprache erkennen (Spracherkennung) und weitgehend darĂŒber gesteuert werden (Spracheingabe).
Spracheingabe und -ausgabe wurden bereits beim klassischen Mac-Betriebssystem eingefĂŒhrt und dienen primĂ€r der Barrierefreiheit. So wurde etwa VoiceOver speziell fĂŒr die Kompensation von SehbeeintrĂ€chtigungen entwickelt. VoiceOver unterstĂŒtzt neben Deutsch und Englisch 24 weitere Sprachen.
Ăberdies enthĂ€lt macOS seit 2017 Siri, einen intelligenten persönlichen Assistenten mit Spracheingabe und -ausgabe.
Weblinks
Commons
: macOS
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Welche macOS-Version ist die aktuelle?
âą macOS Release Notes
âą Linkkatalog zum Thema Mac OS X bei curlie.org (ehemals DMOZ)
âą Beschreibung der Evolution von Mac OS X
Einzelnachweise
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cite-note-1111. â Leo Becker: Apples APFS-Umstellung: Anbieter von Mac-System-Tools wirft wegen mangelnder Dokumentation hin. In: Heise online. 23. Februar 2018. Abgerufen am 12. Februar 2025.; Zitat: âDie seit ĂŒber zehn Jahren angebotenen Mac-System-Tools iPartition und iDefrag sollen nicht mehr weiterentwickelt werden: Apple habe das neue Dateisystem APFS eingefĂŒhrt ohne dessen Spezifikationen zu veröffentlichen und diese auch ĂŒber vier Monate nach der Freigabe von macOS 10.13 High Sierra immer noch nicht bereitgestellt, moniert das Entwicklerstudio Coriolis Systems. Deshalb sei es unmöglich abzuschĂ€tzen, wie viel Arbeit die umfassende APFS-UnterstĂŒtzung erfordert. Da die beiden Tools trotz des Warnhinweises der InkompatibilitĂ€t mit APFS und macOS 10.13 aber weiterhin von Nutzern gekauft und dann wieder zurĂŒckgegeben werden, da sie nicht mit APFS-Macs zusammenspielen, habe man sich zur Ausmusterung entschlossen â schlieĂlich koste jede RĂŒckerstattung Geld und lasse unzufriedene KĂ€ufer zurĂŒck. Die beiden Programme werden fĂŒr Nutzer Ă€lterer Macs mit dem Dateisystem HFS+ weiter bereitgestellt, Support und Weiterentwicklung laufen aber Ende MĂ€rz aus.â.
cite-note-1212. â Ben Schwan: Gute Nachrichten fĂŒr Datenretter: Apple dokumentiert sein Dateisystem APFS. In: Heise online. 8. Februar 2019. Abgerufen am 12. Februar 2025.; Zitat: âApple hat endlich eine lĂ€ngere Dokumentation seines im vergangenen Jahr eingefĂŒhrten neuen Dateisystems Apple File System (APFS) veröffentlicht. Die zuvor verfĂŒgbaren Informationen in der Entwickler-Doku waren noch nicht sonderlich umfangreich, ein nun publiziertes Referenz-PDF (âApple File System Referenceâ) ergĂ€nzt diverse Detailangaben auf rund 150 Seiten. Entwickler hatten lange beklagt, dass Apple hier nicht schneller vorging â ein bekannter Developer schmiss aufgrund der fehlenden Dokumentation sogar die Brocken hin. ⊠APFS bald zwei Jahre im Betrieb âŠâ.
cite-note-1313. â Leo Becker: MacOS warnt vor âĂ€lteren Systemerweiterungenâ. In: Heise online. 26. MĂ€rz 2020. Abgerufen am 12. Februar 2025.; Zitat: âKernel Extensions (.kext) erweitern die Funktionen von Mac-Software auf Kernel-Ebene und können entsprechend tief in das System eingreifen. Apple hat schon vor Jahren damit begonnen, die Kernel-Erweiterungen deutlich einzuschrĂ€nken, der Nutzer muss diese bei der Installation beispielsweise erst von Hand in den Systemeinstellungen freigeben. Sie sollen schrittweise abgelöst von den neuen âSystem Extensionsâ, die statt im Kernelspace im Userspace laufen.â.
cite-note-1414. â Ben Schwan: Little Snitch: Neue Version 5 lĂ€uft mit Big Sur. In: Heise online. 3. November 2020. Abgerufen am 12. Februar 2025.
cite-note-1515. â Leo Becker: Little Snitch in macOS 11: Firewall kann Apple-Verbindungen nicht mehr sehen. In: Heise online. 5. November 2020. Abgerufen am 12. Februar 2025.; Zitat: âIn macOS 11 kann die Firewall Little Snitch vorerst nur eingeschrĂ€nkt arbeiten. Der Netzwerkverkehr bestimmter Apple-Apps und -Dienste bleibt fĂŒr das Tool nĂ€mlich unsichtbar: Grund dafĂŒr sei eine EinschrĂ€nkung in Apples Network-Extension-Programmierschnittstelle, die âerstaunlicherweiseâ eine Reihe von Systemdiensten auf eine Whitelist setzt, wie die Entwickler mitteilten. Dadurch könne vorinstallierte Apple-Software wie etwa der App Store oder die integrierte Software-Aktualisierung ihre NetzwerkaktivitĂ€ten vor Firewall-Apps von Drittanbietern verbergen.â.
cite-note-1616. â Leo Becker: macOS 15.3: Dritt-Firewalls können nicht mehr allen Netzwerkverkehr blockieren. In: Heise online. 10. Februar 2025. Abgerufen am 12. Februar 2025.
cite-note-1717. â Johannes Schuster: Kommentar: Wenn Apple Macs zu frĂŒh in Rente schickt. In: Heise online. 24. Januar 2025. Abgerufen am 25. Januar 2025.; Zitat: âDas kĂŒnstliche Aus wirkt auf mich wie geplante Obsoleszenz. Ich möchte keinen neuen Rechner kaufen mĂŒssen, nur weil der Hersteller es so will, sondern selbst entscheiden, wann Schluss ist.â.
cite-note-1818. â Leo Becker: Mac App Store: Zertifikatswechsel fĂŒhrt wieder zu Störungen bei Mac-Software. In: Heise online. 15. Februar 2016. Abgerufen am 10. Februar 2025.; Zitat: âEin abgelaufenes Zertifikat sorgt erneut fĂŒr Probleme mit Programmen, die im Mac App Store gekauft wurden. Bei manchen Nutzern erscheint beim Ăffnen der App ein Hinweis, man habe die Software auf einem anderen Mac erworben und mĂŒsse deshalb erneut das Passwort zu der fĂŒr den Mac App Store verwendeten Apple ID eingegeben werden.â.
cite-note-1919. â Leo Becker: App Store: GroĂausfall in alten macOS-Versionen beunruhigt Nutzer. In: Heise online. 7. Februar 2025. Abgerufen am 10. Februar 2025.; Zitat: â⊠Eine wachsende Zahl an Nutzern berichtete in den vergangenen Tagen, dass ein Anmelden mit der Apple-ID respektive dem Apple Account plötzlich nicht mehr möglich ist. ⊠Ein solcher Ausfall kann gravierende Auswirkungen auf Apps haben, die Nutzer im App Store gekauft haben: Manche Programme lieĂen sich nĂ€mlich nicht mehr starten und forderten die erneute Anmeldung beim App Store ⊠Betroffen waren den Berichten zufolge mehrere Ă€ltere macOS-Versionen bis einschlieĂlich des im Herbst 2018 veröffentlichten macOS 10.14 Mojave, das Apple bis 2021 mit Patches versorgte. Unter macOS 10.15 Catalina und neueren Versionen traten die Fehler offensichtlich nicht auf.â.
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